Samstag, 11. Februar 2017

Stickerei-Ausstellung in der Kunsthalle von Virserum

Bland blommor och stygn 

heisst die Ausstellung und sie läuft noch bis zum 13. August - falls sich jemand in unsere Einöde verirren sollte. Ich weiss nicht, was ich da zusammenfotografiert habe... vor lauter Begeisterung habe ich mich mehr auf die Stickereien konzentriert als auf den Fotoapparat.

Auf jeden Fall werde ich bald wieder hingehen und mir mehr Muehe geben! Ausserdem sind die Arbeiten bislang noch ohne Namensschilder, aber das soll sich bald ändern.

Die Ausstellung ist SUPER! Es gibt ueber 120 Stickereien von 80 Stickerinnen zu sehen und eine ist schöner als die andere!

Meine Riesenprojektdecke ist auch dabei und als ich jetzt sie zum ersten Mal aufgehängt gesehen habe, war ich doch irgendwie schwer beeindruckt :-D

Ein schönes Wochenende!


















Dienstag, 31. Januar 2017

Spaziergang im Kubota Garden

Der Himmel ist - auch heute - grau wie ein alter Scheuerlappen... herrje! Bei jedem Farbklecks kommt grösste Freude auf.

Als ich mich neulich an einem ebenso grauen Tag zur Inspiration durch meine Fotos gewuehlt habe, fand ich Bilder vom Kubota Garden in Seattle, in den ich zu jeder Jahreszeit immer sehr gern gegangen bin. Besonders die kleinen Stege ueber Rinnsale, Teiche und Bäche fand ich prima.






























Vor zwei Wochen habe ich doch noch bezahlbaren mit Indigo gefärbten Stoff (Nessel) gefunden - leider mit einem ziemlich aufdringlichen Blockdruck. Ich brauchte eine neue Picknickdecke, um mir im Wald die Zecken vom Leib zu halten und als beim Durchforsten der Fotos Sehnsucht nach dem Kubota Garden aufkam, dachte ich, dass ich mir doch eine Art transportablen Steg auf die Decke nähen könnte.

Wie schade, dass der Stoff durch den Blockdruck so grauslich ist... vielleicht wäscht er sich ja mit der  Zeit raus?





















































Einen blauen Himmel mit viel Sonne wuensche ich euch!

Samstag, 28. Januar 2017

Eine schwedische Patchworkdecke

Im Second-Hand-Laden suche ich oft Wolldecken, die sich als eine Art Volumenvlies fuer Patchworkdecken eignen. Im Sommer fand ich so eine Decke aus reiner Wolle und dachte, dass sie eigentlich zu schade ist, um sie als Vlies zu benutzten.

Diese "lapptäcke" habe ich im Museum Himmelsberga auf Öland gesehen. Man findet diese Quilts hin und wieder noch ohne diesen Patchworkteil in Antiquitätenläden. Eine gute Idee, wenn die Stoffreste mal nicht fuer eine ganze Patchworkdecke reicht oder es ein bisschen schneller gehen soll.

























So hat die Wolldecke aus dem Second-Hand-Laden auch ein bisschen Pachwork abbekommen:

























Und oh! Wie schön Gillberga heute ist:





Donnerstag, 26. Januar 2017

Pussyhat - eine Anleitung





























Ueber Sinn und Unsinn des "Pussyhat" habe ich nachgedacht und denke, er ist ein Zeichen des Protests aber auch ein Zeichen der Zusammengehörigkeit voruebergehend Gleichgesinnter. Ausserdem ist er huebsch und wirkt einigermassen beeindruckend - wie HIER

In Anbetracht dessen, dass sich die Situation der Frauen in vielen Ländern verschlechtert statt verbessert, ist es vielleicht eine prima Idee, den Pussyhat zu internationalisieren, oder nicht?

Donald Trump hat unverzueglich nach seiner Amtseinfuehrung Gelder gestrichen, die fuer Aufklärung und Familienplanung - auch Abtreibung - in Drittweltländern verwendet werden sollten.

Gestern wurde in der Duma darueber diskutiert, häusliche Gewalt nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen (laut Sveriges Television sterben in Russland vierzig Frauen pro Tag aufgrund häuslicher Gewalt. Das ist immerhin knapp die Gesamtbevölkerung von Gillberga!)

Und in der Tuerkei ist es nicht erwuenscht, dass Frauen in der Öffentlichkeit lachen! What?

In Indien sollen vergewaltigte Frauen dazu gezwungen werden, ihren Vergewaltiger zu heiraten und und und...

... und - by the way - dass es in den reicheren Ländern ein stark boomendes Geschäft ist, Frauen fuer Geld die äusseren Geschlechtsorgane des Unterleibes zu verstuemmeln, weil die Frauen sonst unter Depressionen leiden oder sich einfach nicht mehr wohl fuehlen, finde ich schon mehr als befremdlich.

In Schweden wird dieser Tage ueber diese "Schönheitseingriffe" diskutiert, denn es gibt ein Gesetz zum Schutz der Einwandererfrauen, das die Beschneidungen verbietet. Natuerlich gibt es eine Unzahl fadenscheiniger Argumente, die das eine vom anderen abgrenzen wollen, aber na ja! Dänemark, das ebenfalls dieses Gesetz zum Schutz der Einwandererfrauen hat, sagt klar, nein! Verstuemmelung ist und bleibt Verstuemmelung! BRAVO!)

Ganz im Ernst mal, liebe Frauen, wie oft kriegt ihr euere eigene Vulva zu Gesicht? Frau muss dazu immerhin einen Spiegel bemuehen. Gibt es tatsächlich Frauen, die Depressionen kriegen, wenn sie ihre eigene Vulva im Spiegel betrachten? EHRLICH???? Da gibt es eine weitaus guenstigere und schmerzfreie Lösung, um das Problem zu beheben: Vergesst den Spiegel einfach!

Und falls das hier eine Frau liest, die so einen Eingriff plant, und jetzt sagt, "ja, aber was sagen denn die Anderen!?" hat schon verloren, denn dieser Eingriff darf angesichts dieser Ueberlegung rechtlich nicht vorgenommen werden.
In Schweden hat man einen Teil des Uebels darauf geschoben, dass viele Frauen ganz einfach verunsichert sind, weil sie nicht wissen, wie eine Vulva auszusehen hat (mein Gott, sie sieht aus, wie sie eben aussieht, Mädels!) und um es zu erfahren, haben sie sich - keine gute Idee - an Pornofilmen orientiert anstatt bei Wikipedia nachzugucken. Also lieber bei Wikipedia nachgucken und einen Haufen Geld sparen. Mit dem Geld könnt ihr dann viel Gutes tun, z. B. es Organisationen spenden, die sich dafuer einsetzen, dass die Mädchen in Afrika ihre Schamlippen und Klitoris behalten duerfen. Sie werden euch sicherlich ein Leben lang dankbar dafuer sein!

Oder: Fuer 40 Cent am Tag kann man ausserdem ein hungerndes Kind (globaler Durchschnitt) ernähren. Eine Schamlippenverkleinerung kostet durchschnittlich 1.500 Euro! Allein in Deutschland gab es laut einer Hochrechnung von 2011 5400 dieser Operationen = 8 100 000 Euro! Von diesem Geld kann man 55 479 Kinder ein Jahr lang ernähren!

Ich weiss nicht, aber ich glaube ganz bestimmt, es hellt die Stimmung ungemein auf, wenn man einem hungernden Kind das Leben rettet.

Jetzt aber endlich die Anleitung fuer den Pussyhat:

ANLEITUNG:

Der Hut - oder eigentlich die Muetze - wird an einem Stueck gestrickt.

Das Teil ist 28 cm breit und 43 cm lang.
Anhand der Maschenprobe auf der Banderole des Wollknäuels die benötigte Anzahl der Maschen berechnen, dann 11 cm Buendchen (1 re, 1 li oder 2 re, 2 li) stricken, 21 cm glatt rechts und wieder 11 cm Buendchen stricken, die Seitennähte zusammennähen und fertig!

Tipp: Da die Zeiten fuer die Frauen eher schlechter werden, empfiehlt es sich, nicht zu geizen und eine qualitativ gute Wolle zu verwenden. So kann der Pussyhat auch noch von Töchtern und Enkelinnen benutzt werden.

ANDERERSEITS: Beim Women's March on Washington haben weltweit angenommene zwei Millionen Personen teilgenommen. Rechnen wir mal die Hälfte mit Pussyhat. Einen Knäuel Wolle braucht man pro Hut und in den USA ist Wolle teuer, macht 5 Euro pro Hut und 5 Mio Euro fuer alle zusammen... dafuer hätte man glatt 3333 Paar Schamlippen von unter an Depressionen leidenden Frauen wegschneiden lassen oder 34.246 Kinder ein Jahr lang ernähren können.

Ich konnte leider keine Zahlen fuer die USA finden, aber ein Chirurg, der diese Labiaplasty-Eingriffe macht, kann dort bis zu 250 000 Dollar im Monat verdienen. Wenn man jetzt also die Milliarden, die die Frauen dort fuer diesen Quatsch ausgeben, lieber sparen wuerde und mit dem Geld fuer die Pussyhats zusammenschmeissen wuerde, könnte zur nächsten Präsidentschaftswahl Gloria Steinem aufgestellt werden - das wäre SUPER!

Ich habe drei Pussyhats gestrickt (zwei davon nicht fuer mich), herrje! einen aus Kaschmirwolle - ganz schlecht, weil ich damit eventuell die Wueste Gobi noch ein Stueck vergrössert habe - macht 20 Euro, davon hätte ich immerhin 50 Tage lang ein Kind ernähren können - was ich ja aber mit monatlichen Spenden seit Jahrzehnten ohnehin tue - oder ein winzig kleines Stueck Schamlippe wegschneiden lassen können, was keinesfalls in Frage kommt! Bleibt die Wueste Gobi - ja, Mist! - aber ich fuehle mich nicht wirklich schlecht, weil in meinem Schlafzimmer nachts nämlich nur jämmerliche 8° C herrschen, die Nebenhöhlen ächzen und sich herausgestellt hat, dass der Pussyhat sich auch ganz prima als Schlafmuetze eignet!