Samstag, 12. Januar 2013

Mein Stickmustertuch und noch ein Beutel...




Im Übrigen ist der Winter mit viel Schnee und einem eisigen Wind wieder zurück. Vom Dach bläst es in unregelmäßigen Abständen Tausende von Schneeflocken herunter, die zu m einer Freude vor dem Fenster einen wirbelnden taumelnden Tanz aufführen. Genau die richtige Zeit, noch einen Beutel zu nähen: er soll mein Proviantbeutel werden.


Das Futter (weiß) ist aus einem alten Tischtuch und der äußere Beutel aus einem Stück handgewebten Leinen aus der Handweberei in Geltow. Endlich hat auch mein Hirsch- oder Büffelzahn vom Seafair Powwow seinen Platz gefunden. Hirsche sticke ich deshalb gern, weil sie eine besondere Bedeutung in unserer Familie haben: Als meine Großeltern 1957 aus ihrer ehemals oberschlesischen Heimat in den Schwarzwald kamen, brachten sie zum Schrecken aller einige gewaltige Abwurfstangen (vom Karpatenhirsch!) mit - oder sie brachten "nur" diese Abwurfstangen mit. Sie dienten im Laufe der Zeit als Garderobenständer in verschiedener Variationen und später als eine Art Kronleuchter mit monströsen Ausmaßen. Egal als was, sorgte das Teil für viele Beulen an Köpfen und es ist ein bisschen wie ein Fluch, weil man nie so richtig weiß, wohin damit. Hirsche sind für mich jedenfalls so eine Art Markenzeichen unserer Familie.
Jedenfalls freue ich mich schon auf wärmere Zeiten und das erste Waldpicknick mit Beutel und Stoffserviette!



Alles Liebe und ein gemütliches Wochenende!



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