Mittwoch, 6. Februar 2013

Warten auf den Frühling...

Welch ein trüber Tag! Der Winter macht Verschnaufpause, vom Schnee ist fast nichts mehr übrig, die Vögel üben schon mal ein bisschen Frühlingsgesang und vom Himmel fällt ein Gemisch aus Sprühregen und Schnee. Im Holzschuppen ist es so dunkel, dass man die Holzscheite ertasten muss. Draußen heult die läufige Fanny wie ein Wolf - vergebens.


Der Morgenspaziergang zwischen kleinem und großen Sinnen war wenig ergiebig und musste wegen Überschwemmung abgebrochen werden.


Die fette Erkältung von letzter Woche sitzt noch in den Knochen. Alles Leugnen hilft nichts: ich leide unter Lustlosigkeit! Da hilft auch der Beutel mit dem bunten Stickgarn nicht, den ich vorgestern bei Shalom in Oskarshamn gefunden habe.


Die Farben tun einem in den Augen weh - jedenfalls, wenn man kurz vorher aus dem Fenster geguckt hat - haha!
Vielleicht war ich aber auch einfach viel zu fleißig in den letzten Tagen und jetzt gähnt dort Leere, wo die Kreativität sitzt.
Mit dem Häuschen und den Bäumen bin ich einigermaßen zufrieden, aber mit dem Hintergrund gar nicht. Das muss ich also noch üben - aber auf keinen Fall heute!

































Dann habe ich endlich die Beutel für Julie und ihre Familie fertig genäht - die waren schon längst fällig, aber seit dem PTS dauert eben alles immer noch wahnsinnig lange.




























Mit viel Enthusiasmus habe ich zur Erinnerung an den besten Hund der Welt, Frida Boltzmann, leider im März 2012 von uns gegangen, ein "Ich weiß nicht was" gebastelt. Aber es gefällt mir sehr gut, zwischen zwei Buchdeckeln eine kleine Erinnerung an sie zu haben. Das Buch, dem ich sämtliche Seiten entrissen habe, hieß "Flickan i floden" ("Das Mädchen im Fluss"), was sehr gut passt, denn Frida setzte sich mit viel Begeisterung zu jeder Jahreszeiten in alle Pfützen, Rinnsale, Bäche, Flüsse, Seen und Meere.

Sie mochte jahrelang keine Kinder und jeder Ausflug in die Stadt war eine super anstrengende nervige Veranstaltung. Mit der Zeit hat sich das aber schließlich gelegt. Ihr Ding waren die Alten und Kranken, denen sie nie von der Seite wich. Außerdem hatte sie einen enormen Wortschatz und viel Humor. Ein großartiger Hund! Sehr geliebt und sehr vermisst! 




Das Zitat "Dass mir der Hund das Liebste sei..." ist von Franz von Assisi. 





























Das war's für heute - vielleicht sollte ich wirklich etwas ganz Buntes sticken, um dem Trübsinn etwas entgegenzusetzen. Der Frühling wird so schnell nicht kommen, es ist viel Luft direkt vom Nordpol auf dem Weg hierher.



Viel Gesundheit und frohes Schaffen!

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