Samstag, 11. Mai 2013

Über Heidelbeeren...



















Heidelbeeren sind eine prima Sache und angeblich helfen sie gegen alle möglichen Krankheiten. In Schweden trinkt man Heidelbeersuppe oder - saft bei Durchfall. In Russland heisst es, wer im Spätsommer ein Kilo Heidelbeeren isst, kommt gesund über den Winter. Heidelbeeren wirken entzündungshemmend - wie auch immer: sie wachsen im Wald und man darf sie einfach so pflücken, um sich danach mit Heidelbeerkuchen, Heidelbeerquark oder Heidelbeerpfannkuchen vollzustopfen. Aus den restlichen Beeren kann man dann Heidelbeermarmelade kochen.
Plinius hat geschrieben, dass die Gallier die Gewänder der Sklaven mit Heidelbeeren färbten, aber soweit ich weiß, ist die Farbe nicht lichtecht. Ich werde das ausprobieren, wenn die Heidelbeeren reif sind.

Heidelbeeren sind mit einer dünnen Wachsschicht überzogen, die die Beeren vor dem Austrocknen bewahren. Diese Schicht gibt ihnen die matte, hellblaue Farbe. Manchen Beeren fehlt diese Schicht, weswegen sie blank und schwarzblau erscheinen. Solche Heidelbeeren (blåbär) nennt man in Schweden "Schuhmacherbeeren" und sie gelten im Volksglauben als giftig und ungenießbar, weil dieser dreist - und fälschlicherweise - behauptet, eine Kuh oder ein Fuchs habe diese Beeren angepinkelt. Eine andere Variante besagt, ein Hase hätten die Schuhmacherbeeren abgeleckt und noch eine andere, die schwarzblaue Farbe käme davon, dass eine Schlange die Wachsschicht weggeleckt habe. Ist natürlich alles Quatsch und alle Beeren schmecken gleich gut und sind auch gleich gesund.

Ein Heidelbeerstrauch kann übrigens dreißig Jahre alt werden und seine Wurzeln gehen einen Meter in die Tiefe. Zirka 17% von Schwedens Fläche sind mit Heidelbeerbüschen bedeckt. Das wäre zusammengenommen ein Gebiet, das größer als Bayern ist.



Ein schönes Wochenende!!!
XOX



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