Donnerstag, 29. August 2013

Wolle färben bei den Wikingern

Die Heidelbeerfarbe hat mittlerweile mehr oder weniger ihren Geist aufgegeben und ich frage mich, wieso die Römer all die vielen Heidelbeeren verschwendet haben, um Sklavengewänder damit einzufärben, anstatt sich Tonnen von Heidelbeerpfannkuchen zu braten.

Wenden wir uns also erfolgreicheren Methoden und Leuten zu, die in der Vergangenheit mehr vom Färben verstanden haben: den Wikingern.































Das sind wirklich tolle Farben! Im Internet gibt es schon ziemlich viele interessante Beiträge zum Thema Wikinger und Stoff oder Wolle färben, deshalb lasse ich mich mal nicht weiter zu diesem Thema aus, schon weil ich nicht viel Ahnung davon habe.

Hier wurde mit Birkenblättern, Walnuss-Schalen, Koschenille, Krapp, Färberwaid, Blauholz und ich glaube auch Heidekraut gefärbt. Die Wikinger hatten dank ihrer guten Handelsbeziehungen Koschenille und Blauholz. Die restlichen Pflanzen kommen aus dem Umland. Bis auf die Färberwaid-Wolle wurde mit Alaun vorgebeizt. Beim Färberwaid wurde mit Urin gearbeitet - na, wenn's davon schön blau wird...

Wenn ich jetzt noch ein besseres Gedächtnis hätte, wäre vom gestrigen Besuch in Eketorp auf Öland mehr hängen geblieben - oh je! Es war jedenfalls mehr als spannend und ich kann einen Besuch nur wärmstens empfehlen! Am liebsten wäre ich gleich in die Wikingerburg eingezogen, um bei der sehr sympathischen Expertin in die Lehre zu gehen. Tack så mycket!































Bis bald!
xox

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