Dienstag, 17. September 2013

Ein Quilt - das Chaos!



Nach über einem Jahr ist das, was ursprünglich als mein "Dorfstraßen-Projekt" mit der Kreuzotter nett angefangen hat, fertig. Der Quilt, ich kann es leider nicht anders sagen, ist total grauenhaft! Chaos! Disharmonie! Katastrophe! Mit Gillbergas kleiner Dorfstraße hat das überhaupt nichts zu tun.

So what? Er ist der Spiegel dieses ach so schwierigen Jahres nach Marks dramatischem Ableben auf Lopez Island, in dem mir nicht nur die Dorfstraße den Buckel hätte runterrutschen können.

Mir war vor dem Zusammensetzen der Einzelteile schon mehr oder weniger bewusst, dass ich gelungene und misslungene Teile unglückselig vermische, aber ich wollte alles "am Stück" und dass ja kein Teil weiterhin lose in der Gegend herumfliegend zurückbleibt.
Wenn ich das Monster jetzt betrachte, sehe ich, wie sehr ich bemüht war, alles scharf voneinander abzugrenzen, um dem inneren Chaos Herr zu werden und dabei sind es gerade diese Abgrenzungen, die für reichlich Disharmonie sorgen. Herrje! Es war tatsächlich eine schlimme Zeit und wie nett, dass ich mit dem Quilt etwas habe, das ich mir ab und zu mal wieder ansehen kann. Jetzt aber lege ich ihn fix schön säuberlich zusammen und lasse ihn im Schrank verschwinden, denn dauernd vor Augen haben, will ich ihn ganz bestimmt nicht.






Das ist übrigens Mark auf Lopez Island. Gerade jetzt vermisse ich ihn ziemlich, weil wir über das Quilt-Monster viel gelacht und mit reichlich bissigen Kommentaren nicht gespart hätten.



Auch, wenn ich es zuerst nicht glauben wollte: das Leben geht weiter. Immer, wenn ich mich als Kind bei meinem Vater über eine Ungerechtigkeit beklagt habe, sagte er: So ist das Leben! Vogel friss oder stirb! (Eine übrigens sehr alte Redensart...) Ja, danke, Papa, trotzdem haut es einem manchmal glatt die Beine unterm Hintern weg, dass einem der Appetit vergeht!
Mein Großvater hat das etwas dezenter ausgedrückt:

Wenn man leben möchte, muss man mit allem rechnen...

Wie wahr!




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