Dienstag, 15. Oktober 2013

Bestickter Muff aus Filz...

... eigentlich dürfte ein Muff aus Wolle gar nicht Muff heißen. Das etymologische Wörterbuch sagt nämlich:

Muff (maskulin) "Handpelz" (< 17. Jh.). Als Kürzung aus dem älteren frühhochneudeutschen Muffe, mittelniederländisch muffe, moffe "Pelzhandschuh" erscheint im 16. Jh. neuniederländisch mof, im 17. Jh. neuhochdeutsch Muffen (Plural) und Muffe (feminin), später auch Muff (maskulin).

Diesem etwas aus der Mode gekommenen Bekleidungsstück würde ich diesen Winter gern eine Chance geben. Na ja, eigentlich bin ich nur neugierig, ob so ein Muff aus Wolle praktisch ist oder nicht und eigentlich noch schlimmer: gefilzte Handschuhe waren mir ohne Anleitung zu schwierig.

Zuerst habe ich ein ausreichend großes Stück aus Wolle gestrickt, es eingeseift, gekocht, mit kaltem Wasser abgeschreckt, eingeseift, wieder ins kochende Seifenwasser geworfen, mit dem Kartoffelstampfer bearbeitet, abgeschreckt, gekocht, eingeseift usw. (- Filzen in der Waschmaschine ist eindeutig praktischer! -) und es während einer mehr als willkommenen Pause trocknen lassen.







Nachdem ich das gefilzte Teil auf die passende Größe geschnitten und aus handgesponnener Wolle ein gleich langes aber etwas breiteres Futter gestrickt habe...


... das verfilzte blaue Teil mit pflanzengefärbten Wollfäden bestickt...


... zusammengenäht und ein Band zum "um den Hals hängen" befestigt habe...


... folgte heute morgen das Probetragen. Meistens habe ich allerdings vergessen, meine Hände im Filzmuff ruhen zu lassen und sie stattdessen in alter Gewohnheit in die Jackentasche gesteckt. Es ist eben noch nicht kalt genug.


Leider kann man im Moment wegen der Elchjagd immer nur auf dem Rollsteinhügel im Nebel herumirren - wie langweilig!


Noch mal der Filzmuff - er ist so fotogen, oder?




1 Kommentar:

edith hat gesagt…

Der Muff ist sehr gut gelungen. Die Freude daran ist spuerbar. Habe den Blog erst entdeckt und werde noch ein wenig stoebern.
Alles Liebe