Sonntag, 21. Dezember 2014

Eichelhäher, Specht, Weihnachtskitsch und die Vorteile der Nähmaschine

Eigentlich nähe ich gern im Schneckentempo - wirklich. Aber nachdem ich ausgerechnet habe, dass der Riesenquilt (zwei Meter mal zwei Meter fünfzig!) erst am Sankt Nimmerleinstag fertig werden würde, wenn ich mich weiterhin weigere, die Nähmaschine zu benutzen, habe ich mich heute geschlagen gegeben. Alle Nähte, die länger als 1 Meter sind, werden jetzt gnadenlos heruntergerattert. Wie man unschwer erkennen kann, bin ich auch von den 1-Inch-Fitzelchen abgekommen. Die größten Stücke sind jetzt 6,5 Inch im Quadrat groß. Also das ist nicht etwa, weil ich faul bin, sondern weil die 1-Inch-Fitzelchen-Nummer viel zu stofffressend ist.
























Den Meisen die Knödel weggefressen haben heute ein Specht und ein Eichelhäher - natürlich auch ein paar Elstern, aber die hatten wir ja schon. So nett diese mundgeblasenen Fenster sind, heute hätte ich gerne moderne gehabt...

























Die Schweinchen sind geschlachtet! Fröhlich pfeifend wollte ich gestern die Küchenabfälle an sie verfüttern, sie mit dem üblichen Singsang "Schweinchen grunz grunz" begrüßen, da hingen sie kopfüber (wenn sie noch Köpfe gehabt hätten) mausetot am Scheunengebälk. Ich weiß nicht so recht, einerseits finde ich es traurig, andererseits würde ich gern wissen, ob man all das Apfelmus, mit dem ich sie gemästet habe, rausschmeckt. Vielleicht klingt das ein bisschen herzlos, aber zimperlich sollte man in Gillberga nicht sein - hier hängt so manches tot am Balken: Elche, Wildschweine, Lämmer und Schweinchen.

Und jetzt der Weihnachtskitsch - gesehen im Miljöhuset Oskarshamn. Der traurige Rest, den niemand haben will, was nicht weiter verwunderlich ist. Das Schwein hat sich nicht verirrt, Schweine gehören üblicherweise zur schwedischen Weihnachtsdekoration.


Keine Kommentare: